INVESTMENT PLAN FOR EUROPE: EIB CONTINUES TO EXPAND LIFE-SCIENCES ACTIVITIES
PROVIDING FUNDING OF UP TO €100 MILLION TO OTTOBOCK
Investition in die Zukunft: Sandrine Croset, Direktorin der EIB, und Jörg Wahlers, CFO von Ottobock (vorne im Bild) sowie Dr. Andreas Goppelt, CTO von Ottobock, und Dr. Jörg Wojahn, Leiter der Vertretung der EU Kommission in Deutschland (hinten), besiege
Freitag, 13. Dezember 2019

Investitionsoffensive für Europa: EIB baut Aktivitäten im Bereich „Life-Sciences“ aus und stellt Ottobock Kredit über 100 Millionen Euro bereit

Frische Mittel für FuE-Programm in den kommenden Jahren/ Finanzierung der EU-Bank mit Unterstützung durch die Investitionsoffensive für Europa („Juncker-Plan“)

Um ihr Geschäft im Bereich „Life-Sciences“ in Deutschland weiter auszubauen, stellt die Europäische Investitionsbank (EIB) ein Darlehen von bis zu 100 Millionen Euro an die Ottobock SE & Co. KGaA bereit, einen weltweit führenden Hersteller und Anbieter von Prothesen, Orthesen und Rollstühlen. Ottobock wird mit dem Kredit von 2019 bis 2022 sein europäisches Programm für Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) finanzieren. Dabei geht es um verschiedene neue Produkte und Produktverbesserungen mit besonderem Schwerpunkt auf den Bereichen Prothetik, Orthetik und menschliche Mobilität. Das Darlehen der Bank der EU wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa, abgesichert. Bei dieser Initiative arbeiten die EIB und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammen. Mit ihren Finanzierungen trägt die EIB dazu bei, die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen.

Ambroise Fayolle, EIB-Vizepräsident mit Aufsicht über EFSI-Finanzierungen und Finanzierungen in Deutschland: „Ohne Innovation ist ein wirtschaftliches Überleben in dieser Branche nicht möglich. Daher sind hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) sowie in Technologie unverzichtbar. Große Anbieter können in ihren FuE-Abteilungen Synergien und Größenvorteile nutzen. Für Nischenanbieter wie Ottobock ist es dagegen oft schwer, Ressourcen zuzuteilen und die FEI-Bemühungen zu beschleunigen, um mit den Wettbewerbern Schritt zu halten. Hier kommt die EIB ins Spiel. Als Bank der EU hat sie das vorrangige Ziel, Investitionen zu unterstützen, die zu Innovation und mehr Wettbewerbsfähigkeit führen. Das ist Teil ihres Auftrags, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung in Europa zu fördern. Ich freue mich daher sehr über die Zusammenarbeit mit Ottobock – gerade auch, weil das Unternehmen dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert.“

Der Europäische Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni erklärte: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass Europa die Innovationsstrategie von Ottobock mit Hilfe der EIB und der EU-Investitionsoffensive unterstützt – nicht nur, weil Prothesen und Rollstühle für so viele Menschen in Europa von entscheidender Bedeutung sind, sondern auch, weil dieses Geld dazu beiträgt, die Belegschaft mit mehr als 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken. Durch Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben europäische Unternehmen an der Spitze des technologischen Fortschritts und erhöhen so ihre Wettbewerbsfähigkeit.“

Jörg Wahlers, Chief Financial Officer (CFO) von Ottobock: „Wir sind hocherfreut darüber, dass uns die EIB neben unseren langjährigen internationalen Partnern aus dem privaten Bankensektor bei der Finanzierung unseres FuE-Programms unterstützt. Unser Ziel ist es, die Nutzung von Produkten aus den Bereichen Orthetik und Prothetik sowie von Rollstühlen durch hochmoderne Technologien noch leichter und intuitiver zu machen.“

Dr. Andreas Goppelt, Chief Technology Officer (CTO) von Ottobock: „Wir blicken auf 100 Jahre Innovation zurück: die Beinprothese C-Leg als erstes mikroprozessorgesteuertes Kniegelenk, die sensorgesteuerte Beinorthese C-Brace oder unsere bebionic Handprothese, die dank unserer neuen Mustererkennung Myo Plus intuitiv gesteuert werden kann. Auch in den kommenden Jahren werden die Nutzerinnen und Nutzer dank Digitalisierung und künstlicher Intelligenz weitere bahnbrechende Erfolge erleben. Die Unterstützung der EIB ist dabei eine enorme Hilfe für uns.“

HintergrundinformationenOttobock

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entwickelt Ottobock seit 100 Jahren medizintechnische Produkte und Versorgungskonzepte in den Bereichen Prothetik, Orthetik, Human Mobility und versorgt Patienten im Bereich MedicalCare. Mit dem Exoskelett Paexo konnte das Unternehmen 2018 seine Expertise in der Biomechanik zudem auch auf Anwendungen für die Industrie übertragen. Koordiniert werden die internationalen Aktivitäten des Unternehmens in der Zentrale in Duderstadt. Niederlassungen in 58 Ländern bieten weltweit Qualität „Made in Germany“ und beschäftigen mehr als 7.000 Menschen. Seit 1988 unterstützt das Unternehmen die Paralympischen Spiele durch sein technisches Know-how.

Die Europäische Investitionsbank

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Die EIB vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

Investitionsoffensive für Europa

Die Investitionsoffensive für Europa, der Juncker-Plan, ist eine der wichtigsten Maßnahmen der EU, um die Investitionen in Europa anzukurbeln und auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum zu fördern. Zu diesem Zweck werden vorhandene und neue Finanzierungsmittel intelligenter genutzt. Die EIB-Gruppe spielt bei dieser Investitionsoffensive eine zentrale Rolle. Durch Garantien aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sind die EIB und der EIF in der Lage, einen größeren Teil des Projektrisikos zu übernehmen, was es privaten Geldgebern erleichtert, sich ebenfalls an den Projekten zu beteiligen. Außerdem gibt es neben dem EFSI den neuen Investitions-Beratungsdienst EIAH, der öffentlichen und privaten Projektträgern hilft, Investitionsprojekte professioneller zu strukturieren. Die Projekte und Vereinbarungen, die bisher im Rahmen des EFSI genehmigt wurden, dürften Investitionen in Höhe von fast 450,6 Milliarden Euro mobilisieren und über einer Million Start-ups und KMU in allen 28 Mitgliedstaaten zugutekommen.

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