Ottobock steigert Umsatz im ersten Halbjahr kräftig und verbessert seine Marge deutlich.
Umsatzerlöse im Kerngeschäft[1] steigen um 7,7 Prozent auf 818,5 Mio. Euro bei einem organischen Umsatzwachstum im Kerngeschäft von 6,7 Prozent
Bereinigtes EBITDA im Kerngeschäft wächst um 18,1 Prozent auf
207,0 Mio. Euro; EBITDA-Marge im Kerngeschäft erreicht 25,3 Prozent
Strategische Beteiligung im Bereich der Mensch-Maschinen-Schnittstelle durch Investition in Blue Arbor Technologies, Inc.
Ausbau des Produktportfolios im Bereich Funktioneller Elektrostimulation durch Akquisition von Fesia Technology[2]
Ausbau des weltweiten Versorgungsnetzwerks in Norwegen
Portfoliobereinigung fortgesetzt: Verkauf des Rollstuhlgeschäfts „Human Mobility“ vereinbart
Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben eingegrenzt: Organisches Umsatzwachstum im Kerngeschäft von 6-8 Prozent (zuvor: 5-8 Prozent) und bereinigte EBITDA Marge im Kerngeschäft von > 27 Prozent (zuvor > 26,5 Prozent)

Donnerstag, 13. August 2026
Oliver Jakobi, CEO der Ottobock SE & Co. KGaA: „Wir blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, in dem wir uns durch starkes organisches Wachstum schneller als der Markt entwickelt haben. Unser Fokus lag ferner darauf, durch gezielte Investitionen und Akquisitionen unsere Anwendergruppen zu vergrößern und damit unsere führende Markposition weiter auszubauen. Dies gilt sowohl für unsere Investition in die Zukunftstechnologie von Blue Arbor als auch für den Ausbau unseres Patient Care-Netzwerks in Norwegen sowie jüngst unsere strategische Investition in Fesia Technology, mit der wir uns zum Technologieanbieter von funktionaler Elektrostimulation entwickeln. Zudem haben wir mit unseren Innovationen auf der diesjährigen Leitmesse OTWorld erneut die technologische Entwicklung der Branche vorangetrieben. Auf dieser Basis schauen wir zuversichtlich auf das zweite Halbjahr und präzisieren unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026 auf ein organisches Umsatzwachstum im Kerngeschäft von 6-8 Prozent sowie eine bereinigte EBITDA-Marge im Kerngeschäft von mehr als 27 Prozent.“
Konzernentwicklung[3]
Ottobock, der globale Marktführer für Human Bionics, hat im ersten Halbjahr seinen Wachstumskurs bei deutlicher Margensteigerung fortgesetzt. Die Konzern-Umsatzerlöse im Kerngeschäft erhöhten sich um 7,7 Prozent auf 818,5 Mio. Euro (organisches Wachstum im Kerngeschäft: 6,7 Prozent).
Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA im Kerngeschäft wurde um 18,1 Prozent auf 207,0 Mio. Euro gesteigert. Das Unternehmen verbesserte die bereinigte EBITDA-Marge im Kerngeschäft aufgrund des guten organischen Umsatzwachstums sowie eines positiven Produktmixes durch das stärkere Wachstum im Produkt & Komponenten-Geschäft (B2B) um 2,2 Prozentpunkte auf 25,3 Prozent. Des Weiteren trugen Skalierungseffekte, Effizienzverbesserungen sowie eine disziplinierte Kostenkontrolle zur positiven Margenentwicklung bei. Der bereinigte Konzerngewinn verbesserte sich um 23,9 Prozent auf 85,1 Mio. Euro (H1 2025: 68,7 Mio. Euro). Der Konzerngewinn belief sich auf 67,3 Mio. Euro nach 28,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,06 Euro (H1 2025: 0,47 Euro).
Der Free Cashflow im ersten Halbjahr belief sich auf 71,8 Mio. Euro (H1 2025: 93,2 Mio. Euro) und war beeinflusst von Timing und Einmaleffekten bei den Ertragssteuerzahlungen und dem Aufbau von Working Capital. Der Verschuldungsgrad[4] lag zum Ende des ersten Halbjahres 2026 bei 2,5x (Q4 2025: 2,3x) und reflektiert die gezielten Akquisitionen zur Stärkung des zukünftigen Wachstums.
Segmententwicklung (Kerngeschäft)
In der Region EMEA erzielte Ottobock im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 12,2 Prozent auf 610,2 Mio. Euro (H1 2025: 544,0 Mio. Euro). Neben einem zweistelligen organischen Wachstum im B2B-Geschäft sowie einem kontinuierlichen organischen Wachstum im B2C-Geschäft, trugen die Akquisitionen von Matton im Jahr 2025 und Blatchford Norway im Mai 2026 zur positiven Entwicklung bei. Das organische Umsatzwachstum in der Region belief sich auf 9,0 Prozent. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 24,0 Prozent auf 158,3 Mio. Euro (H1 2025: 127,7 Mio. Euro). Die bereinigte EBITDA-Marge belief sich auf 26,0 Prozent nach 23,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Die Umsatzerlöse in der Region Americas sanken im ersten Halbjahr 2026 um 5,1 Prozent auf 155,8 Mio. Euro (H1 2025: 164,2 Mio. Euro). Die Umsatzentwicklung wurde durch negative Wechselkurseffekte, insbesondere aus dem schwächeren US-Dollar belastet. Das organische Wachstum beschleunigte sich im zweiten Quartal und betrug im ersten Halbjahr insgesamt -0,3 Prozent. Treiber der verbesserten Dynamik waren insbesondere die positive Entwicklung in den USA mit einem organischen Wachstum von 4,0 Prozent. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 1,8 Prozent auf 36,1 Mio. Euro (H1 2025: 35,5 Mio. Euro). Die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 1,6 Prozentpunkte auf 23,2 Prozent (H1 2025: 21,6 Prozent).
Die Region APAC verzeichnete ein Umsatzwachstum um 1,0 Prozent auf 52,5 Mio. Euro (H1 2025: 52,0 Mio. Euro). Sowohl das B2B- als auch B2C-Geschäft trugen positiv zum organischen Umsatzwachstum von 3,6 Prozent in der Region bei. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 3,7 Prozent auf EUR 12,5 Mio. (H1 2025: 12,1 Mio. Euro). Die bereinigte EBITDA-Marge in der Region verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent (H1 2025: 23,3 Prozent).
Umsatzerlöse nach Produktkategorien (Kerngeschäft)
Im Produkt & Komponenten-Geschäft (B2B) steigerte Ottobock seine Umsatzerlöse im Berichtszeitraum auf 461,6 Mio. Euro (H1 2025: 428,5 Mio. Euro). Das entspricht einem Anstieg um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem organischen Wachstum von 8,7 Prozent. Das Umsatzwachstum ist vor allem auf eine anhaltende positive Entwicklung in den Bereichen Prothetik und Neuro-Orthetik zurückzuführen.
Die Umsatzerlöse im Patient Care-Geschäft (B2C) erhöhten sich um 7,6 Prozent auf 356,9 Mio. Euro (H1 2025: 331,7 Mio. Euro) bei einem organischen Wachstum von 4,2 Prozent. Das Wachstum resultiert aus einem organischen Wachstum im Segment Americas sowie aus den Akquisitionen der Versorgungsbetriebe Matton und Northern Prosthetics jeweils im Vorjahr sowie Blatchford Norway im Mai 2026.
„Wir sind mit der Gesamtentwicklung des ersten Halbjahres sehr zufrieden. Sowohl im B2B- als auch im B2C-Geschäft konnten wir unsere Umsätze steigern und organisch als auch durch unsere strategischen Zukäufe wachsen“, sagt Dr. Arne Kreitz, CFO der Ottobock SE & Co. KGaA. „Bei der Profitabilitätssteigerung sind wir auf Kurs und konnten die EBITDA-Marge im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Wir blicken entsprechend positiv auf das zweite Halbjahr“, so Dr. Arne Kreitz, weiter.
Guidance für 2026 nach oben eingegrenzt
Auf Basis der guten Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres grenzt Ottobock seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben ein. Das organische Umsatzwachstum im Kerngeschäft wird nunmehr in der Spanne von 6 bis 8 Prozent erwartet (zuvor 5 bis 8 Prozent). Für die bereinigte EBITDA-Marge im Kerngeschäft erwartet Ottobock mehr als 27,0 Prozent (zuvor: mehr als 26,5 Prozent).
[1] Das Kerngeschäft umfasst die Produktkategorien Produkte & Komponenten (B2B) sowie Patient Care (B2C). Die Produktkategorie Produkte & Komponenten (B2B) umfasst Produkte und Lösungen für Prothetik, Neuro-Orthetik, digitale Orthetik- und Prothetik (O&P)-Lösungen, sonstige Produkte und Dienstleistungen sowie bionische Exoskelette. Die Produktkategorie Patient Care (B2C) umfasst das Geschäft unseres globalen Netzwerks von mehr als 420 O&P-Patientenversorgungszentren, in denen wir unsere Anwender behandeln und unterstützen.
[2] Die Vertragsunterzeichnung für die Akquisition von Fesia Technology, S.L. ist am 7. Juli 2026 erfolgt. Das Closing der Transaktion wird in sechs Monaten erwartet.
[3] Der Ottobock-Konzern setzt sich zusammen aus dem Kerngeschäft sowie dem Nicht-Kerngeschäft. Das Nicht-Kerngeschäft umfasst Produkte von Tochtergesellschaften oder Geschäftseinheiten, die bereits verkauft oder veräußert oder deren Geschäftsaktivitäten eingestellt wurden oder deren Veräußerung beschlossen wurde und deren Veräußerung nach der jeweiligen Entscheidung innerhalb der nächsten 18 Monate erfolgen soll.
[4] Verschuldungsgrad ist definiert als Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate.
Den Halbjahresbericht 2026 finden Sie auf der Unternehmenswebsite unter:
https://investors.ottobock.com/ergebnisse-berichte
Telefonkonferenz für Analysten und Investoren
Oliver Jakobi, CEO und Dr. Arne Kreitz, CFO, erläutern Analysten und Investoren die Halbjahreszahlen 2026 am 13. August 2026 um 14:00 Uhr MEZ in einer Telefonkonferenz.
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Nächste Termine
12. November 2026: Veröffentlichung der Quartalsmitteilung Januar bis September 2026
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Merle Florstedt